Trotz Brexit und Sonderzöllen: Stimmung deutscher Finanzchefs ist gut

Die Deutsche Bank verkündet Stellenabbau, der Bund senkt die Wirtschaftswachstumsprognose, der Ausgang des Brexits bleibt ungewiss – und dennoch: 90% der deutschen Finanzchefs bewerten die aktuelle Lage ihres Unternehmens als gut. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsprojekt „CFO-Monitor“, mit dem die IUBH Internationale Hochschule künftig alle sechs Monate ein Stimmungsbarometer unter den Chief Financial Officers (CFO) mittelständischer und großer Unternehmen in Deutschland erstellt.

Die erste Studie mit rund 250 Teilnehmern zeigt: Ihre größte Herausforderung sehen die Finanzentscheider nicht in der aktuellen Konjunkturentwicklung, sondern im Fachkräftemangel. Und trotz Zufriedenheit am Arbeitsplatz kann sich über die Hälfte der Fachkräfte vorstellen, in den nächsten Monaten einen neuen Job anzutreten.

Rund 90% der Befragten bewerten die Umsatzlage ihres Unternehmens als „sehr gut“ bis zumindest „eher gut“. Bei der Ertragslage sind dies immerhin noch rund 86%.Bezüglich der Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate zeichnen die befragten Finanzchefs ein positives Bild. Insgesamt 74% zeigen sich zuversichtlich bezüglich der erwarteten Umsatz- und Gewinnentwicklung. Aktuelle Wirtschaftsthemen wie Sonderzölle, Iran, Brexit etc. bringen CFOs in der Mehrheit nicht um den Schlaf.

Meistgenanntes neues Thema auf der strategischen Agenda der CFOs sind technologische Entwicklungen, die dem Überbegriff „Digitalisierung“ zugeschrieben werden können. Daneben stehen personalbezogene Themen weit vorne, insbesondere unter dem Schlagwort „Fachkräftemangel“ – mit besonders hohem Ausschlag im Dienstleistungs-Sektor.„Bei der gegebenen demographischen Entwicklung sehen wir daher die Frage um einen ausreichenden und bürokratisch unkomplizierten Fachkräftezuzug aus dem Ausland als dringliches politisches Handlungsfeld“, so Prof. Dr. Silke Jütte und Prof. Dr. Arne Schulke von der IUBH und Initiatoren des CFO-Monitors.

Bei der Frage nach der erwarteten Brexit-Variante lautet die meistgenannte Antwort „No Deal“. Hierbei erwarten die meisten CFOs massive negative wirtschaftliche Folgen für die britische Wirtschaft.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Arne Schulke: a.schulke@iubh.de
Prof. Dr. Silke Jütte: s.juette@iubh.de

Bild links:
Manfred Otawa
VDMA Verlag GmbH

2019-07-18 Trotz Brexit und Sonderzöllen: Stimmung deutscher Finanzchefs ist gut
undefined
Future Manufacturing