Future Manufacturing News

Selbstheilender Lack aus Maisstärke lässt kleine Kratzer durch Wärme verschwinden

20.03.2019

Oberflächliche Mikrokratzer in der Autokarosserie oder auf anderen Hochglanzoberflächen sind harmlos, aber ärgerlich. Gerade im Luxussegment zeichnen sich solche Oberflächen durch ihre Makellosigkeit aus und verlieren durch Mikrokratzer an Wert. Ein neuer Lack von Saarbrücker Forschern soll nun Abhilfe schaffen: Aus Maisstärke gefertigt ist der Lack wegen der besonderen Anordnung seiner Moleküle in der Lage, durch Wärme kleine Kratzer selbst zu reparieren. Die Vernetzung über ringförmige Moleküle macht das Material beweglich, sodass es die Kratzer ausgleicht und diese wieder verschwinden. Den neuen Lack entwickelten Experten vom Leibnitz-Institut für Neue Materialien (INM) gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universität des Saarlandes.

Radarsensoren steigern Effizienz in Produktion und Automation

19.03.2019

Sensoren ermöglichen die Automatisierung von Produktions- und Logistikprozessen und schaffen die Voraussetzungen für eine effiziente Wertschöpfung. Bislang spielen radarbasierte Sensoren eine untergeordnete Rolle in der Industrie. Dabei sind sie im Vergleich zu optischen Sensoren unempfindlich gegenüber schlechten Sichtverhältnissen und im Gegensatz zur Röntgenstrahlung gesundheitlich unbedenklich. 

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Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen in beide Richtungen

07.03.2019

Mehr als sechs Stunden ihrer Freizeit verbringen Beschäftigte in Deutschland pro Woche im Schnitt mit beruflichen Aktivitäten. Umgekehrt entfallen durchschnittlich mehr als vier Stunden der formellen Arbeitszeit auf private Erledigungen. Das geht aus einer repräsentativen Befragung im Rahmen der Studie „Arbeiten in Deutschland“ hervor, die das Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) gemeinsam mit dem Karrierenetzwerk XING durchführt.

Kollaborative Robotik ohne Programmieraufwand einsetzen

14.02.2019

Bisher manuell durchgeführte Schweißarbeiten können mit sensorgeführten kollaborativen Robotern teilweise automatisiert werden. Insbesondere für kleinere Stückzahlen können metallbearbeitende Unternehmen ihren Schweißprozess zielgerichtet optimiert werden. Das Fraunhofer IEM stellt die Lösung als ein Beispiel für nutzenbringende Assistenzsysteme in der Produktion erstmals auf der Hannover Messe (1.-5. April 2019) in Halle 17, Stand C24 vor.

Künftig ohne Zaun Hand in Hand mit dem Roboter

14.02.2019

Kommt man einem arbeitenden Industrieroboter zu nah, stellt dieser seine Arbeit augenblicklich ein. Wegen der hohen Verletzungsgefahr gibt es hierzu strengste Sicherheitsbestimmungen. Darum arbeiten Roboter in Käfigen. In der Produktion ist eine enge Hand-in-Hand-Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter bisher kaum möglich, wird aber zunehmend gebraucht. Das neue Forschungsprojekt „Autonomes Assistenzsystem zur Unterstützung von MRK-Montageprozessen“ (AutARK) sucht hier Lösungen. MRK steht für Mensch-Roboter-Kollaboration. Mit dem Aufbau eines Demonstrators am Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen (BIBA) haben die Forschungen nun Fahrt aufgenommen.

Neue Testumgebung Industrie 4.0: Das Digital Engineering Solution Center Cologne der TH Köln

01.02.2019

Ob Automatisierung, Business Process Engineering, Produkt- oder Softwareentwicklung – mit dem Digital Engineering Solution Center Cologne (DESC-Cologne) bietet die TH Köln klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) eine Testumgebung, mit der neue Konzepte im Kontext von Industrie 4.0 entwickelt und erprobt werden können. Das DESC-Cologne ist  als Testumgebung klassifiziert und damit Teil des Förderprogramms „Industrie 4.0-Testumgebungen – Mobilisierung von KMU für Industrie 4.0“.

Interview: Professor Gordon Cheng über neue Lernstrategien für Roboter

25.01.2019

Gordon Cheng ist Professor für Kognitive Systeme an der Technischen Universität München (TUM). In einem aktuellen Artikel in „Science Robotics“ schreibt er, dass Roboter den Zweck der Handlungen von Menschen verstehen sollten, um von ihnen zu lernen. Anders als bisherige Ansätze macht „zweckbewusstes Lernen“ („purposive learning“) Roboter flexibler und besser geeignet für direkte Kooperationen mit Menschen, sagt Cheng.

Neues Verfahren zur Herstellung härterer Werkzeuge aus dem 3D-Drucker

11.10.2018

In der Umformtechnik, der spanenden Formgebung und der Verfahrenstechnik werden extrem harte Werkzeuge benötigt, die konventionell über Pulverpressen hergestellt werden. Damit wird zwar eine hohe Härte erzielt, es ist jedoch eine aufwendige und teure Nachbearbeitung erforderlich. Additive Verfahren ermöglichen dagegen komplexe Geometrien von Hartmetallwerkzeugen, sind bislang jedoch hinsichtlich Härte und Bauteilgröße eingeschränkt. Forscher am Fraunhofer IKTS in Dresden haben nun das 3D-Druckverfahren Fused Filament Fabrication auf Hartmetalle adaptiert. Die Entwicklung erfüllt erstmals alle Anforderungen für den Einsatz in Bearbeitungswerkzeugen.

Vertrauenswürdiger Datenaustausch zwischen Smart Factories

01.10.2018

Im Data-Space-Projekt SYNERGY machen Forscher des Fraunhofer IOSB die Kommunikation zwischen intelligenten Fabriken (Smart Factories) einfacher und sicherer. Hierfür schlagen sie die Brücke zwischen verschiedenen Referenzarchitekturen des Industrial Internet of Things (IIoT): Sie integrieren Komponenten des Industrial Data Space der (IDSA) in das vom Industrial Internet Consortium (IIC) als sogenanntes Testbed anerkannte Smart Factory Web. Damit wird die kürzlich beschlossene Zusammenarbeit zwischen IDSA und IIC konkret.

Erste mobile Brennstoffzelle mit TÜV-SÜD Prüfsiegel

14.09.2018

Das Unternehmen EPH-Elektronik aus Besigheim präsentiert nach eigenen Angaben die welt­weit erste mobile Brennstoffzelle für netzferne Stromversorgung mit TÜV SÜD Zertifikat. Unter dem Namen G-E-O-S Donator C380 arbeitet die Brennstoffzelle im Verbund mit Batterien als Hybridsystem mit Ladefunktion. Das überwacht den Ladezustand der Batterie, schaltet sich bei Bedarf automatisch zu und lädt die Batterie mit 380 W Leistung nach. Sie wird mit sauberem Wasserstoff betrieben, leistet 380 Watt und erfüllt sicherheits- und produktionstechnische DIN EN-Normen und lässt sich überall dort einsetzen, wo umweltfreundliche Stromerzeugung gewünscht ist oder auf kein Stromnetz zugegriffen werden kann. Beispiele sind die Verkehrstechnik, die Bau­stellenüberwachung oder auch Berghütten sowie der Caravaning- und Bootsbereich.

Donator C380: Weltweit erste Brennstoffzelle für netzferne Energieversorgung mit TÜV SÜD Zertifikat von EPH

Donator C380: Weltweit erste Brennstoffzelle für netzferne Energieversorgung mit TÜV SÜD Zertifikat von EPH