Future Manufacturing News

Künftig ohne Zaun Hand in Hand mit dem Roboter

14.02.2019

Kommt man einem arbeitenden Industrieroboter zu nah, stellt dieser seine Arbeit augenblicklich ein. Wegen der hohen Verletzungsgefahr gibt es hierzu strengste Sicherheitsbestimmungen. Darum arbeiten Roboter in Käfigen. In der Produktion ist eine enge Hand-in-Hand-Zusammenarbeit zwischen Mensch und Roboter bisher kaum möglich, wird aber zunehmend gebraucht. Das neue Forschungsprojekt „Autonomes Assistenzsystem zur Unterstützung von MRK-Montageprozessen“ (AutARK) sucht hier Lösungen. MRK steht für Mensch-Roboter-Kollaboration. Mit dem Aufbau eines Demonstrators am Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen (BIBA) haben die Forschungen nun Fahrt aufgenommen.

Neue Testumgebung Industrie 4.0: Das Digital Engineering Solution Center Cologne der TH Köln

01.02.2019

Ob Automatisierung, Business Process Engineering, Produkt- oder Softwareentwicklung – mit dem Digital Engineering Solution Center Cologne (DESC-Cologne) bietet die TH Köln klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) eine Testumgebung, mit der neue Konzepte im Kontext von Industrie 4.0 entwickelt und erprobt werden können. Das DESC-Cologne ist  als Testumgebung klassifiziert und damit Teil des Förderprogramms „Industrie 4.0-Testumgebungen – Mobilisierung von KMU für Industrie 4.0“.

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Interview: Professor Gordon Cheng über neue Lernstrategien für Roboter

25.01.2019

Gordon Cheng ist Professor für Kognitive Systeme an der Technischen Universität München (TUM). In einem aktuellen Artikel in „Science Robotics“ schreibt er, dass Roboter den Zweck der Handlungen von Menschen verstehen sollten, um von ihnen zu lernen. Anders als bisherige Ansätze macht „zweckbewusstes Lernen“ („purposive learning“) Roboter flexibler und besser geeignet für direkte Kooperationen mit Menschen, sagt Cheng.

Neues Verfahren zur Herstellung härterer Werkzeuge aus dem 3D-Drucker

11.10.2018

In der Umformtechnik, der spanenden Formgebung und der Verfahrenstechnik werden extrem harte Werkzeuge benötigt, die konventionell über Pulverpressen hergestellt werden. Damit wird zwar eine hohe Härte erzielt, es ist jedoch eine aufwendige und teure Nachbearbeitung erforderlich. Additive Verfahren ermöglichen dagegen komplexe Geometrien von Hartmetallwerkzeugen, sind bislang jedoch hinsichtlich Härte und Bauteilgröße eingeschränkt. Forscher am Fraunhofer IKTS in Dresden haben nun das 3D-Druckverfahren Fused Filament Fabrication auf Hartmetalle adaptiert. Die Entwicklung erfüllt erstmals alle Anforderungen für den Einsatz in Bearbeitungswerkzeugen.

Vertrauenswürdiger Datenaustausch zwischen Smart Factories

01.10.2018

Im Data-Space-Projekt SYNERGY machen Forscher des Fraunhofer IOSB die Kommunikation zwischen intelligenten Fabriken (Smart Factories) einfacher und sicherer. Hierfür schlagen sie die Brücke zwischen verschiedenen Referenzarchitekturen des Industrial Internet of Things (IIoT): Sie integrieren Komponenten des Industrial Data Space der (IDSA) in das vom Industrial Internet Consortium (IIC) als sogenanntes Testbed anerkannte Smart Factory Web. Damit wird die kürzlich beschlossene Zusammenarbeit zwischen IDSA und IIC konkret.

Erste mobile Brennstoffzelle mit TÜV-SÜD Prüfsiegel

14.09.2018

Das Unternehmen EPH-Elektronik aus Besigheim präsentiert nach eigenen Angaben die welt­weit erste mobile Brennstoffzelle für netzferne Stromversorgung mit TÜV SÜD Zertifikat. Unter dem Namen G-E-O-S Donator C380 arbeitet die Brennstoffzelle im Verbund mit Batterien als Hybridsystem mit Ladefunktion. Das überwacht den Ladezustand der Batterie, schaltet sich bei Bedarf automatisch zu und lädt die Batterie mit 380 W Leistung nach. Sie wird mit sauberem Wasserstoff betrieben, leistet 380 Watt und erfüllt sicherheits- und produktionstechnische DIN EN-Normen und lässt sich überall dort einsetzen, wo umweltfreundliche Stromerzeugung gewünscht ist oder auf kein Stromnetz zugegriffen werden kann. Beispiele sind die Verkehrstechnik, die Bau­stellenüberwachung oder auch Berghütten sowie der Caravaning- und Bootsbereich.

Donator C380: Weltweit erste Brennstoffzelle für netzferne Energieversorgung mit TÜV SÜD Zertifikat von EPH

Donator C380: Weltweit erste Brennstoffzelle für netzferne Energieversorgung mit TÜV SÜD Zertifikat von EPH

OLED-Integration in Textilien kommt voran

10.09.2018

Organische Leuchtdioden (OLED) kennt man vor allem von Fernsehern und Smartphone-Displays. Als Beleuchtungsobjekt findet man sie in Auto-Rücklichtern oder Leuchten. Das Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP als Partner für kundenspezifische OLED-Entwicklung und Fertigung stellt nun erstmals auf der Electronics System-Integration Technology Conference OLED-Elemente vor, welche sich in Textilien integrieren lassen.

Mit Laser-Innovationen den Technologievorsprung sichern

28.08.2018

Gemeinsam entwickeln Forschungsinstitute aus Berlin und Jena mit kleinen und mittelständischen Unternehmen die weltweit erste gepulste Laserlichtquelle der Joule-Klasse für den mittleren Infrarotbereich.In dem kürzlich gestarteten BMBF-Projekt „Mittlerer-Infrarot-Laser für die Hochenergie-Klasse“ (HECMIR) bündeln zwei deutsche Regionen ihre Kompetenzen im Bereich der Lasertechnologie. Die Partner aus Berlin und Jena entwickeln gemeinsam eine neuartige Hochenergie-Laserquelle für den mittleren infraroten Spektralbereich. Im Verbundprojekt soll zunächst ein diodengepumpter Festkörperlaser mit einer Wellenlänge von 1,9 µm und hoher Laser-Energie im Joule-Bereich entwickelt und erstmalig demonstriert werden. Dieser bietet ein hohes Innovationspotenzial für Anwendungen im medizinischen Bereich, in der Werkstoffbearbeitung sowie der Grundlagenforschung. Aufgrund mehrerer physikalischer Herausforderungen ist eine derartig leistungsstarke gepulste Laserquelle in diesem Wellenlängenbereich bislang nicht kommerziell verfügbar.

Oberflächen mit Highspeed veredeln

08.08.2018

Präzise und gut, aber zu langsam – so lassen sich die meisten Laserverfahren für die Oberflächenbearbeitung beschreiben. Im EU-Forschungsprojekt ultraSURFACE entwickelt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT aus Aachen zusammen mit neun internationalen Partnern bis zum Ende des Jahres 2018 zwei neue Optiken, mit denen sich die Laserstrahlführung individuell und schnell an die sich ständig ändernde Bearbeitungssituation anpassen lässt. Dank dieses Tunings können Laser künftig bis zu zehn Mal schneller als bisher Oberflächen polieren, beschichten oder strukturieren.

Reibungsverluste: Material verzeiht nichts

08.08.2018

Verschleiß führt zu erheblichen wirtschaftlichen oder gesundheitlichen Folgen. Alle beweglichen Teile sind davon betroffen, ob es sich um ein Lager in einer Windkraftanlage oder ein künstliches Hüftgelenk handelt. Bis heute ist jedoch weitgehend unklar, wie genau Verschleiß entsteht. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) konnten nun belegen, dass der Effekt bereits bei der ersten Berührung auftritt und sich immer an einer ganz bestimmten Stelle im Material abspielt. Die Erkenntnisse sollen langfristig dazu dienen, Materialien zu verbessern, um Energie und Rohstoffe einzusparen. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher jetzt im Magazin Scripta Materialia vor.