EU und Mercosur setzen starkes Zeichen gegen Protektionismus

2018 haben deutsche Unternehmen Maschinenbauprodukte im Wert von 2,6 Milliarden Euro in die Mercosur-Länder exportiert. Doch einfach hatten es die deutschen Unternehmen dabei nicht. Aufgrund von Handelsschranken, insbesondere von Zöllen in Höhe von durchschnittlich 14 Prozent, waren diese Märkte gerade für die mittelständischen Unternehmen des Maschinenbaus nur schwer zugänglich. Nach 20 Jahren Verhandlungen soll das zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay vereinbarte Freihandelsabkommen jetzt Schluss machen mit diesen Beschränkungen und die größte Freihandelszone der Welt schaffen.

Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer, begrüßt die Einigung für seine Branche besonders: „Die politische Einigung zwischen der EU und dem Staatenbund Mercosur über ein umfassendes Freihandelsabkommen ist ein deutliches Zeichen für den freien Handel in Zeiten des zunehmenden Protektionismus. Auch wenn die Details noch nicht bekannt sind: Angesichts der Hiobsbotschaften für den Freihandel in den vergangenen Monaten ist dies nach 20 Jahren mühsamer Verhandlungen nicht nur ein Symbol, sondern hat das Potenzial, einen großen und interessanten Wirtschaftsraum für die europäischen Maschinenbauunternehmen endlich zu öffnen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Annäherung zwischen den USA und China auf dem G 20-Gipfel in Osaka nicht nur ein weiteres Strohfeuer ist. Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt müssen endlich Lösungen ohne Strafzölle und andere protektionistische Maßnahmen in ihrem Handelsstreit finden.“

2019-07-04 EU und Mercosur setzen starkes Zeichen gegen Protektionismus
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