Cyberattacken auf Unternehmen steigen um über 30%

Jedes vierte (28 Prozent) Industrieunternehmen war in jüngster Zeit von einem Cyberangriff betroffen. Zielgerichtete Attacken nahmen dabei um mehr als ein Drittel zu, wie aus einer Studie von Kaspersky Lab hervorgeht. Da die Nachfrage im Jahr 2017 nach Zero-Day-Exploits für industrielle Kontrollsysteme auf dem Schwarzmarkt signifikant anstieg, gehen die ICS CERT Experten von Kaspersky Lab davon aus, dass im Jahr 2018 spezifische Malware auftauchen wird, die es auf Schwachstellen industrieller Automationskomponenten abgesehen hat.

Aufgrund der zunehmenden Komplexität und Anzahl der Angriffe im Industriesektor wären die Folgen katastrophal, wenn Cybersicherheitsprobleme ignoriert würden. 28 Prozent der von Kaspersky Lab befragten Industrieunternehmen waren in der jüngeren Vergangenheit mit einem zielgerichteten Angriff konfrontiert – das sind acht Prozentpunkte mehr gegenüber dem Vorjahr. Die deutliche Zunahme solcher Attacken weist darauf hin, dass es Cyberkriminelle vermehrt auf Unternehmen im Industriesektor abgesehen haben und daher entsprechende Malware entwickeln werden, die es speziell auf industrielle Automationskomponenten abgesehen hat.

48 Prozent der Industrieunternehmen geben an, dass sie keinen ausreichenden Einblick in mögliche Cyberbedrohungen hat, mit denen das eigene Unternehmen konfrontiert sein könnte. Angesichts der mangelnden Einsicht in das Netzwerk stimmen 87 Prozent der Industrieunternehmen zu, dass die registrierten Sicherheitsvorfälle komplex gewesen seien. Mit zunehmender Komplexität der Cyberattacken benötigen Industrieunternehmen im Durchschnitt mehrere Tage (34 Prozent) bis hin zu mehreren Wochen (20 Prozent), um einen Sicherheitsvorfall zu entdecken.

 

2018-01-08 Cyberattacken auf Unternehmen steigen um über 30%
undefined
Future Manufacturing