Future Manufacturing News

Schneller und einfacher Zugriff auf Maschinendaten

06.04.2021

Nicht nur das schiere Volumen, auch die Vielfalt von Daten steigt in Produktionsunternehmen exponentiell an. Richtig genutzt, können sie von großem Nutzen für die Planung und Optimierung von Geschäftsprozessen sein. Doch ein Maschinenpark ist in der Regel inhomogen, er umfasst Geräte verschiedener Generationen und Hersteller mit nicht aufeinander abgestimmten Formaten und Protokollen – häufig gerade in mittelständischen Unternehmen. Aufgrund der unterschiedlichen Steuerungen und Schnittstellen ist es aufwendig, Maschinendaten abzugreifen und auszuwerten. Forscher am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben jetzt mit StationConnector eine Software entwickelt, die die Daten ausliest und sie beliebigen Anwendungen zur Verfügung stellt.

Schneller Werkstofftest bei der Blechbearbeitung reduziert Pannen und Ausschuss

31.03.2021

Fraunhofer-Forschende haben ein neuartiges Verfahren für die Eingangsprüfung von Blechen in der Fertigung entwickelt. Dabei werden bewährte Belastungstests mit einer KI-Software kombiniert. Die Software erstellt noch vor dem ersten Bearbeitungsschritt eine Prognose über das Verhalten des Werkstoffs während der Fertigung und beurteilt, ob er den Qualitätsanforderungen genügt. Das Risiko von Pannen und der Ausschuss sinken deutlich.

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Produktivitätsverluste und Störungen in automatisierten Anlagen effizient bekämpfen

31.03.2021

Durch eine zunehmende Vernetzung der Produktionsanlagen steigt auch deren Komplexität. Umso wichtiger ist es, mögliche Anlagenausfälle vorherzusagen zu können und Ursachen für Effektivitätsverluste frühzeitig zu erkennen. Mit MOEE (Maximize Overall Equipment Effectiveness) entwickelten Forscherteams des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA ein Tool, das die Ursachen für Produktivitätsverluste in verketteten Anlagen identifiziert und eine schnelle Beseitigung von Störungen ermöglicht.

Versöhnlicher Jahresabschluss im Maschinenbau

08.02.2021

Auch im Dezember übertraf der Auftragseingang im Maschinenbau sein Vorjahresniveau. Sowohl die Bestellungen aus dem Inland als auch die aus dem Ausland stiegen um 7 Prozent.

Die Auslastung der Maschinenkapazitäten ist von 77,8 Prozent im Oktober 2020 auf 79,9 Prozent im Januar 2021 leicht gestiegen. Seit dem Tiefpunkt im Juli geht es kontinuierlich bergauf. Allerdings ist der Maschinenbau noch weit von seiner durchschnittlichen Auslastung von 86,1 Prozent entfernt.

Die Maschinenausfuhren aus Deutschland lagen im November um 6,1 Prozent unter jenen des Vorjahres. Im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsdurchschnitt von September bis November steht ein Minus von 8,5 Prozent . Die Maschinenexporte in die EU lagen in diesem Zeitraum 13,1 Prozent unter Vorjahresniveau. Mit einem Plus von 3,2 Prozent (Sept. bis Nov.) entwickelten sich die Maschinenexporte nach Ostasien deutlich dynamischer. Insbesondere die Ausfuhren nach China waren im November mit 17,1 Prozent zweistellig im Plus, sodass im bisherigen Jahresverlauf das Minus beim Export in die Volksrepublik auf 4,6 Prozent gesunken ist. In die USA lieferten die Maschinenhersteller 5,8 Prozent weniger als noch vor einem Jahr, sodass in den ersten elf Monaten ein Minus von 10,4 Prozent zu verzeichnen ist.

Durch laserbasierte Sensortechnik: Metalle recyceln statt Bodenschätze abbauen

01.02.2021

Aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach metallischen Rohstoffen wie Chrom, Nickel, Kupfer oder Kobalt werden diese Stoffe ein zunehmend knappes Gut. Um die Rohstoffversorgung der Industrie zu sichern, entwickelten das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT und die Cronimet Ferroleg GmbH im Rahmen des BMBF-geförderten Projekts PLUS ein laserbasiertes Sortierverfahren für Metallschrott. Ein neuer Sensor macht das Recycling metallischer Rohstoffe dabei um ein Vielfaches effizienter, als es bislang möglich war.

Schneidplatten autonom prüfen und wechseln mit PoWer

16.12.2020

Wendeschneidplatten werden in der spanenden Fertigung bisher analog geprüft und gewechselt. Das digitale Prüf- und Wechselsystem PoWer für Wendeschneidplatten aus dem Fraunhofer IPK reduziert Nebenzeiten und vermeidet unnötigen Ausschuss, indem es den Zustand der Werkzeuge überwacht und den Wechselvorgang automatisiert vornimmt.

Wertschöpfungspotenziale 4.0: Lean-Prinzipien in der deutschen Industrie nur unzureichend genutzt

02.12.2020

Eine hohe Produktivität ist von großer Bedeutung, um im Hochlohnland Deutschland industrielle Wertschöpfung zu sichern. Allerdings stagniert der Produktivitätszuwachs in der deutschen Industrie, die Arbeitsproduktivität ging von 2017 bis 2019 sogar um etwa 1 % pro Jahr zurück. Umso wichtiger sind konkrete Maßnahmen, die eine nachhaltige und dauerhafte Steigerung der Produktivität in deutschen Unternehmen ermöglichen. Dies gilt insbesondere auch vor dem Hintergrund der abnehmenden Produktivität im Zuge der aktuellen Covid-19-Pandemie.

Erster Sicherheitsstandard für KI-Systeme

01.12.2020

Flugtaxis, voll automatisierte Autos, Smarthomes: Künstliche Intelligenz gilt als Technologie der Zukunft – kennt in der Gegenwart jedoch kaum klare Definitionen oder verbindliche Richtlinien. Dabei sind nachweisliche Sicherheit und verlässliche Standards wichtige Voraussetzungen, um das Vertrauen von Industrie und Verbrauchern in das immense Innovationspotenzial von KI nachhaltig zu gewährleisten. Die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE) setzt jetzt neue Standards für Sicherheit, Vergleichbarkeit und Messbarkeit im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) – mit dem ersten detaillierten Framework zur Entwicklung vertrauenswürdiger KI-basierter Systeme. Die Norm (Anwendungsregel) wurde unter Mitwirkung des Forschungsinstituts Fortiss erarbeitet und findet internationale Beachtung.

EU gründet Europäische Rohstoffallianz

14.10.2020

Permanentmagnete auf Basis seltener Erdmetalle sind wesentliche Bestandteile vieler High-Tech Produkte und von großer Bedeutung für die Digitalisierung und den Übergang zu sauberer Energie. Trotzdem muss ein Großteil der Rohstoffe importiert werden, um den Bedarf der Europäischen Union (EU) zu decken. Als Hauptexporteur dominiert und kontrolliert China den weltweiten Markt. Mit der Gründung der Europäischen Rohstoffallianz (European Raw Materials Alliance) unternimmt die EU nun einen wichtigen Schritt, um diesem Ungleichgewicht entgegenzuwirken. Die Sicherung der Rohstoffe zur Produktion von Seltenerdmagneten steht dabei ganz oben auf der Agenda. Mit der Entwicklung einer Recycling-Lieferkette leistet das EU-Projekt SUSMAGPRO einen wichtigen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels.

Weniger Anstrengung bei richtigem Licht

12.10.2020

Gleiche Leistung bei weniger Anstrengung durch eine optimierte Lichtumgebung – das ist eine gute Perspektive für die Arbeitswelt. Wie sich unterschiedliche Lichtspektren am Arbeitsplatz bei üblichen Beleuchtungsstärken kurzfristig auf die Anstrengung auswirkt, die für kognitive Leistungen aufgewandt wird, untersuchten Johannes Zauner und Prof. Dr. Herbert Plischke im Lichtlabor der Hochschule München – in Kooperation mit der LMU München und der TU Chemnitz.