Future Manufacturing News

Fit für KI? Unternehmen unterschätzen Bedarf an Weiterbildung

08.12.2021

Künstliche Intelligenz (KI) wird unsere Arbeit verändern. Unternehmen rechnen zumeist damit, dass neue Anforderungen und das Erlernen neuer Fähigkeiten auf die Beschäftigten zukommen – insbesondere Fach- und Führungskräfte sollen hierfür qualifiziert werden. Vor allem technische Kompetenzen seien in den Betrieben noch nicht ausreichend vorhanden. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Onlinebefragung der Plattform Lernende Systeme. Die Autorinnen und Autoren des Berichts warnen allerdings auch davor, den Weiterbildungsbedarf von gering Qualifizierten zu unterschätzen. Beschäftigte müssen über alle Jobprofile hinweg für KI-Systeme befähigt werden. Dabei geht es auch um soziale Fähigkeiten.

Produktivität durch Homeoffice nicht verschlechtert

06.12.2021

Rund 60 Prozent der Betriebe, die in der Pandemie mindestens einem Beschäftigten Homeoffice ermöglichten, geben an, dass die Arbeit im Homeoffice meist keine Auswirkungen auf die Produktivität ihrer Beschäftigten hat. Das zeigt eine zwischen dem 2. und dem 16. November durchgeführte repräsentative Betriebsbefragung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Insgesamt 22 Prozent der befragten Betriebe bewerten die Auswirkungen auf die Produktivität sogar als positiv. Lediglich 13 Prozent geben an, dass die Produktivität sich durch Homeoffice verschlechtert habe.

Rezessionsrisiko leicht gesunken – IMK-Konjunkturindikator: Anzeichen für Entspannung von Lieferengpässen

15.11.2021

Das Risiko, dass die deutsche Wirtschaft in den kommenden drei Monaten in eine Rezession gerät, hat in den vergangenen Wochen etwas abgenommen. Die Entspannung ist zwar moderat, es handelt sich aber um den ersten Rückgang der Rezessionswahrscheinlichkeit seit dem Frühjahr 2021, als sich die internationalen Lieferengpässe zugespitzt hatten. Das signalisiert der Konjunkturindikator des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung, der die aktuell verfügbaren Daten zur Wirtschaftslage bündelt. Für den Zeitraum von November bis Ende Januar 2022 weist der Indikator ein Rezessionsrisiko von 40,8 Prozent aus, nach 44,1 Prozent im Vormonat.

Wie ausfallsicher sind industrielle Steuerungssysteme? Informatiker entwickeln neue Prüfmethode

11.11.2021

Wie reagieren industrielle Steuerungsanlagen auf Störungen? Um dies für eine spezielle Art von Störungen, die auf Berechnungsfehler zurückgehen, zu analysieren, hat die Saarbrücker Informatik-Professorin Martina Maggio in Zusammenarbeit mit Forschern der Universität Lund in Schweden eine neue Methode entwickelt, die bisherigen Prüfverfahren überlegen ist. Die Methode kann aufzeigen, dass eine Steuerung möglicherweise nicht so robust ist, wie aufgrund der bisherigen Maßstäbe vermutet wurde.

Flexibler Faserlaser für die flinke Materialbearbeitung

21.07.2021

Laser-Experten aus Sachsen und Israel erproben derzeit am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden einen neuartigen Laser für den Industrieeinsatz. Das System basiert auf der für Hochleistungslaser noch jungen Methode des »Coherent Beam Combinings« (CBC). Ein 13-Kilowatt-Laser soll im laufenden Betrieb besonders schnell verschiedene Energieverteilungsmuster erzeugen und dadurch anspruchsvolle Hightech-Materialien sehr präzise und schnell bearbeiten. Die Fraunhofer-Forscher wollen diese Lasertechnik aus Israel bald Unternehmen weltweit zur Verfügung stellen. Innerhalb eines europäischen Netzwerkprojekts untersucht das Fraunhofer IWS bereits mit dem Laserhersteller Civan Lasers und A. Kotliar Laser Welding Solutions die um ein Tausendfaches beschleunigte Strahlformung erstmals für das Additive Manufacturing.

Smarte Muskeln und Nerven aus Kunststoff machen Roboter gefühlvoll

22.06.2021

Chirurgische Instrumente, die sich wie feine Oktopus-Arme in alle Richtungen schlängeln oder große, kraftvolle, aber leichte Roboter-Tentakel, die gefahrlos mit Menschen Hand in Hand arbeiten: Mit starken Muskeln und sensiblen Nerven aus intelligentem Kunststoff entsteht eine neue Generation von Roboterarmen. Das Team um die Experten für smarte Materialsysteme Professor Stefan Seelecke und Juniorprofessor Gianluca Rizzello an der Universität des Saarlandes erarbeitet hierzu die Grundlagen.

Revolution der Fabrikplanung: Software erstellt Groblayouts automatisch

11.05.2021

In kurzer Zeit zum Groblayout, auch ohne Kenntnisse von Fabrikplanung: Das ermöglicht eine Open-Source-Software namens MeFaP, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gGmbH entwickelt haben. MeFaP steht ab sofort frei zugänglich im Netz. Unternehmen können die Software nutzen, um ihre bestehenden Fabriklayouts automatisch bewerten und optimieren zu lassen – oder ganz neue Layouts zu generieren.

Neuer 3D-Sensor erfasst transparente Objekte

05.05.2021

Forschende am Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF haben eine neue Messmethode zur 3D-Formerfassung entwickelt. Mit ihrem "MWIR-3D-Sensor" können sie Gegenstände dreidimensional scannen – ganz gleich, ob sie aus transparentem Kunststoff oder Glas bestehen. Selbst Objekte mit glänzend metallischen oder tiefschwarzen Oberflächen lassen sich problemlos erfassen. Auch die Kombination verschiedener Werkstoffe ist für den neuen 3D-Infrarot-Sensor kein Problem. Im Bereich der 3D-Sensorik ist dieses Maß an Flexibilität bei der Beschaffenheit der Messobjekte ein Novum. Anwendungen sind u. a. in den Bereichen Qualitätskontrolle in der Produktion und Robotik denkbar.

Corona-Krise: Mehrheit der Jugend fürchtet um ihre berufliche Zukunft

29.04.2021

Mehr als 70 Prozent der 14- bis 20-Jährigen in Deutschland beklagen, dass sich die
Chancen auf dem Ausbildungsmarkt durch Corona verschlechtert haben. Die Hälfte ist der Auffassung, dass die Politik wenig bis gar nichts für junge Menschen tut, die einen Ausbildungsplatz suchen. Wer demnächst ein Studium anfangen möchte, sieht die Situation dagegen deutlich positiver. Das zeigt eine Befragung der Bertelsmann Stiftung.

Schneller und einfacher Zugriff auf Maschinendaten

06.04.2021

Nicht nur das schiere Volumen, auch die Vielfalt von Daten steigt in Produktionsunternehmen exponentiell an. Richtig genutzt, können sie von großem Nutzen für die Planung und Optimierung von Geschäftsprozessen sein. Doch ein Maschinenpark ist in der Regel inhomogen, er umfasst Geräte verschiedener Generationen und Hersteller mit nicht aufeinander abgestimmten Formaten und Protokollen – häufig gerade in mittelständischen Unternehmen. Aufgrund der unterschiedlichen Steuerungen und Schnittstellen ist es aufwendig, Maschinendaten abzugreifen und auszuwerten. Forscher am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben jetzt mit StationConnector eine Software entwickelt, die die Daten ausliest und sie beliebigen Anwendungen zur Verfügung stellt.