Future Manufacturing News

Trotz Brexit und Sonderzöllen: Stimmung deutscher Finanzchefs ist gut

18.07.2019

Die Deutsche Bank verkündet Stellenabbau, der Bund senkt die Wirtschaftswachstumsprognose, der Ausgang des Brexits bleibt ungewiss – und dennoch: 90% der deutschen Finanzchefs bewerten die aktuelle Lage ihres Unternehmens als gut. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsprojekt „CFO-Monitor“, mit dem die IUBH Internationale Hochschule künftig alle sechs Monate ein Stimmungsbarometer unter den Chief Financial Officers (CFO) mittelständischer und großer Unternehmen in Deutschland erstellt.

Industrial Security: Menschliches Fehlverhalten und Sabotage sind größte Bedrohungen

12.07.2019

Die Gefahr von Cyber-Angriffen wächst im industriellen Mittelstand. Viele Betriebe im Maschinenbau sind sich zwar dieser Gefahr bewusst, rüsten sich aber nicht ausreichend dagegen. Dies sind Kernergebnisse einer neuen Studie zu “Industrial Security”, die der VDMA für das produzierende Gewerbe erstellt hat. "Rund 60 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass die Zahl der Sicherheitsvorfälle in den nächsten Jahren zunehmen wird. Diese Vorfälle stellen bereits eine Bedrohung dar, wie die betroffenen Unternehmen bestätigen können. Die Hälfte der Befragten berichten von  finanziellen Schäden als Folge , gut 30 Prozent nennen Produktionsausfälle", sagt Steffen Zimmermann, Leiter des VDMA Competence Center Industrial Security.

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Additive Manufacturing wird Standard in deutschen Unternehmen

11.07.2019

Die neue Studie „Das Potenzial der additiven Fertigung: Digitale Technologien im Unternehmenskontext“ des VDI und der RWTH Aachen zeigt, dass die additive Fertigung (AM) in Deutschland als Hilfsmittel bei der Produktentwicklung bereits im Alltag angekommen ist. Befragt wurden 561 Ingenieure, hauptsächlich aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau sowie dem Fahrzeugbau in Großunternehmen und KMU.

EU und Mercosur setzen starkes Zeichen gegen Protektionismus

04.07.2019

2018 haben deutsche Unternehmen Maschinenbauprodukte im Wert von 2,6 Milliarden Euro in die Mercosur-Länder exportiert. Doch einfach hatten es die deutschen Unternehmen dabei nicht. Aufgrund von Handelsschranken, insbesondere von Zöllen in Höhe von durchschnittlich 14 Prozent, waren diese Märkte gerade für die mittelständischen Unternehmen des Maschinenbaus nur schwer zugänglich. Nach 20 Jahren Verhandlungen soll das zwischen der EU und den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay vereinbarte Freihandelsabkommen jetzt Schluss machen mit diesen Beschränkungen und die größte Freihandelszone der Welt schaffen.

Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer, begrüßt die Einigung für seine Branche besonders: „Die politische Einigung zwischen der EU und dem Staatenbund Mercosur über ein umfassendes Freihandelsabkommen ist ein deutliches Zeichen für den freien Handel in Zeiten des zunehmenden Protektionismus. Auch wenn die Details noch nicht bekannt sind: Angesichts der Hiobsbotschaften für den Freihandel in den vergangenen Monaten ist dies nach 20 Jahren mühsamer Verhandlungen nicht nur ein Symbol, sondern hat das Potenzial, einen großen und interessanten Wirtschaftsraum für die europäischen Maschinenbauunternehmen endlich zu öffnen. Es bleibt zu hoffen, dass auch die Annäherung zwischen den USA und China auf dem G 20-Gipfel in Osaka nicht nur ein weiteres Strohfeuer ist. Die beiden größten Wirtschaftsnationen der Welt müssen endlich Lösungen ohne Strafzölle und andere protektionistische Maßnahmen in ihrem Handelsstreit finden.“

Umweltfreundliche Gleitlager mit Wasserschmierung

04.07.2019

Die Lager von Maschinen werden in der Regel mit Öl geschmiert. So wird verhindert, dass Metall auf Metall reibt und die Lager verschleißen. Auf diese Weise werden jedes Jahr in Deutschland rund eine Million Tonen Schmiermittel verbraucht. Doch Herstellung, Betrieb und Entsorgung ist bei Öl unter Umweltgesichtspunkten problematisch.Große Mengen dieser Öle landen auch heute noch in der Umwelt. Am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg wurde deshalb eine Methode entwickelt, mit der sich Gleitlager künftig auf Wasserbasis schmieren lassen.

Anstieg der Arbeitskosten in Deutschland unter EU-Durchschnitt

03.07.2019

Die Arbeitskosten in Deutschland sind 2018 nominal um 2,3 Prozent gestiegen. Dieser Anstieg liegt  einen halben Prozentpunkt niedriger als im Mittel der EU. Trotz des langjährigen wirtschaftlichen Booms rangiert Deutschland damit weiterhin lediglich im oberen Mittelfeld Westeuropas. Zu diesen Ergebnissen kommt der neue Arbeits- und Lohnstückkostenreport des Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung in Düsseldorf.

QR-Codes mit Formgedächtnis-Effekt

02.07.2019

Am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam wurde ein neues Verfahren zur Additiven Fertigung von QR-Codes mit Formgedächtnis-Eigenschaften entwickelt. Es basiert auf dem 3D-Druck von Formgedächtnis-Polymeren. Eine mathematische Untersuchung der QR-Codes am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern bescheinigen eine sehr gute Druckqualität und einen sehr guten Formgedächtnis-Effekt. Da auch sehr flache und leichte QR-Codes können hergestellt werden können, ist diese Etikettentechnologie ganz besonders interessant zum Schutz vor Produktpiraterie. Die High-Tech-Polymere können mit handelsüblichen 3D-Druckern verarbeitet werden.

Auftragseingänge im Maschinenbau erneut gesunken

02.07.2019

Die Auftragseingänge im deutschen Maschinenbau sind im Mai 2019 abermals um real 7 Prozent gesunken. Bei nahezu stagnierender Inlandsnachfrage (minus 1 Prozent) lagen die Bestellungen aus dem Ausland insgesamt um 9 Prozent unter dem allerdings recht hohen Vorjahresniveau. "Die Maschinenbaufirmen bekommen die schwache Performance der exportierenden Industrie sehr deutlich zu spüren, viele Investoren treten auf die Bremse", erläuterte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Die Auftragseingänge aus den Euro-Partnerländern sanken im Mai um 6 Prozent, aus dem restlichen Ausland gingen 10 Prozent weniger Aufträge ein.

Im Drei-Monats-Vergleich März bis Mai 2019 lagen die Bestellungen insgesamt um real 9 Prozent unter dem Vorjahreswert. Während die Inlandsorders um 11 Prozent sanken, gingen die Auftragseingänge aus dem Ausland um 8 Prozent zurück. Die Bestellungen aus dem Euro-Raum gaben um 5 Prozent nach, aus den Nicht-Euro-Ländern kamen 10 Prozent weniger Aufträge.

Der VDMA rechnet für 2019 mit einem realen Minus in der Produktion von 2 Prozent.

Innovatives Pulver revolutioniert 3D-Metalldruck

19.06.2019

Kürzere Produktionszeiten, geringere Kosten und weniger Produktionsfehler sind nur einige Gründe, warum die metallverarbeitende Industrie immer öfter additive Verfahren einsetzt. Das spiegelt sich auch am Markt für Edelstahlpulver wider, die bei der additiven Fertigung verwendet werden: Er steigt Schätzungen zufolge um jährlich über 30 Prozent. Trotzdem gibt es in der 3D-Metalldruck-Technologie nach wie vor Luft nach oben. Speziell beim Selektiven Laserschmelzen (SLM) ist der Gestaltungsspielraum in Bezug auf Konstruktion und Design eingeschränkt. Je komplexer das Bauteil ist, desto umfangreichere Stützstrukturen sind notwendig, um beispielsweise ein Absinken möglicher Überhänge während des Druckprozesses oder andere Bauteil-Deformationen zu verhindern. An der TU Graz wurde ein Stahlpulver für die additive Fertigung entwickelt, das die Produktion komplexer Bauteile entscheidend vereinfacht.

BionicCobot von FESTO könnte Textilindustrie revolutionieren

14.06.2019

Steigende Löhne zwingen immer mehr Textilhersteller in Fernost dazu, über intelligente Automatisierungstechnik nachzudenken. Gleichzeitig tendieren anspruchsvollere Kunden zu immer mehr Qualität. Selbst die Bekleidungsbranchen in den traditionellen großen Herstellerländern wie China und Thailand sind dadurch zu immer höheren Automatisierungsanstrengungen gezwungen. Eine interessante Möglichkeit der Automatisierung bietet das Esslinger Unternehmen Festo mit dem BionicCobot.